Therapie des Hallux valgus – nicht operative Maßnahmen

Ein Ballenzeh sieht so typisch aus, dass der Arzt die Diagnose im Normalfall schon stellen kann, indem er den Fuß inspiziert und abtastet. Dennoch schließt sich in der Regel eine Röntgenuntersuchung an, die Aufschluss darüber gibt, wie weit die Fehlstellung vorangeschritten ist und ob das Großzehengrundgelenk sich bereits verändert hat. Denn langfristig führt ein Hallux valgus oft zu einer Arthrose.

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die durch die Zehenfehlstellung bedingten Beschwerden zu lindern. Den Hallux valgus rückgängig machen können diese allerdings nicht.

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Schaumstoffkeile:
Diese bringen Sie zwischen der großen und der zweiten Zehe an. Sie sollen die Schmerzen verringern und den Bereich entlasten. Allerdings kann das dazu führen, dass statt der großen Zehe die mittleren Zehen schmerzen.

Nachtlagerungsschienen und Bandagen:
Sie sollen nicht nur die Schmerzen nehmen, sondern den Zeh auch wieder in seine natürliche Position zwingen. Allerdings darf man auch hier nicht erwarten, dass sie den Hallux valgus rückgängig machen. Nach einer Operation können die Schienen allerdings für einige Monate sinnvoll sein, um die Heilung zu unterstützen.

Orthopädische Einlagen:
Sie werden speziell angefertigt, entlasten den Vorfuß und nehmen den Druck. Sogenannte sensomotorische Einlagen können die geschwächte Fußmuskulatur anregen und dadurch die Zehenfehlstellung eventuell positiv beeinflussen.

Physiotherapie:
Fuß- und Zehengymnastik stärkt die Fußmuskeln, strafft das Bindegewebe und wirkt Fehlstellungen entgegen. Auch Barfußlaufen hilft.

Traktion gegen den Schmerz
Dabei zieht der Physiotherapeut vorsichtig an jedem einzelnen Zehengelenk, entfernt so die Gelenkflächen voneinander und lindert den Schmerz.

Bildquellen

  • Manuelle Therapie bei Hallux valgus: pixabay / andreas160578
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