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Hallux rigidus: operative Maßnahmen

Wenn sich beim Hallux rigidus mit konservativen Maßnahmen keine ausreichende Besserung mehr erzielen lässt, bleibt nur noch eine Operation. Lesen Sie hier, welche Optionen Ihnen dann zur Verfügung stehen und wann sie zum Einsatz kommen.

Folgende operative Maßnahmen stehen zur Verfügung

  • Gelenkerhaltende Versteifung der Großzehe: Arthrodese
  • Beweglichkeitserhaltende Totalendoprothese
  • Elastische, beweglichkeitserhaltende Knorpelersatzprothese oder Oberflächenersatzprothese

Cheilektomie für die frühen Stadien

Eine Möglichkeit der operativen Behandlung ist die sogenannte Cheilektomie. Dabei handelt es sich um eine gelenkerhaltende Operation, welche die Schmerzen lindern und dafür sorgen soll, dass das Gelenk beweglich bleibt. Ein normales Abrollen beim Gehen wird dadurch wieder möglich. Allerdings eignet sich dieser Eingriff nur für die frühen Stadien des Hallux rigidus, bei welchen der Gelenkknorpel noch erhalten ist. Bei diesem Verfahren entfernt der Operateur Knochenauswüchse, Schleimhautverdickungen und Knorpelstücke aus dem Großzehengrundgelenk. Unter anderem wird dabei das obere Drittel der Gelenkfläche des Großzehengrundgelenks. Das Ziel ist es, im Gelenk wieder etwas mehr Raum zu schaffen, ohne schmerzhaften Knochenkontakt, um die Bewegung der Goßzehe nach oben zu erleichtern.

Wenn gleichzeitig zum Gelenkverschleiß ein zum Fußrücken verschobener erster Mittelfußkochen vorliegt, wird diese Fehlstellung im Zuge der Operation ebenfalls korrigiert: Man spricht dann von einer Umstellungsosteotomie.

Allerdings schreitet die Arthrose nach Cheilektomie (Coughlin und Shournas 2003, Easley et al 1999) weiter fort. Deshalb ist dieses Verfahren eher als eine Zwischenlösung zu sehen, da später immer noch eine nicht-gelenkserhaltende Operation uneingeschränkt möglich ist.

Prothetische Versorgung für fortgeschrittene Stadien

Ist das Großzehengrundgelenk bereits verschlissen, dann hilft allerdings auch eine Cheilektomie nicht mehr. In diesem Fall lässt sich eine schmerzfreie Beweglichkeit in der Regel nur noch mit Hilfe einer Prothese oder durch eine Verseifung des Großzehengrundgelenks, wiederherstellen. Mediziner bezeichnen das als Arthrodese.

Vollprothese – oft keine daherhafte Lösung

Für eine prothetische Versorgung des Hallux rigidus stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung, die Voll- und die Teilprothese. Nachteil eines künstlichen Ersatzes des kompletten Großzehengrundgelenks ist, dass an das Kunstgelenk keine übersteigerten Leistungsansprüche gestellt werden dürfen. Tägliche Besorgungen und Spaziergänge und für den Fuß sanfte Sportarten sind auch mit einem künstlichen Großzehengrundgelenk, einer sogenannten Totalendoprothese, gut zu meistern. Für intensive sportliche Betätigungen oder starke funktionelle Ansprüche, wie Tätigkeiten in Hockstellung, ist eine solche Vollprothese allerdings weniger geeignet. Hinzu kommt, dass ein solches Kunstgelenk nach Jahren wieder lockern und erneut Schmerzen verursachen kann, was mit komplizierten Wechseloperationen verbunden ist und einen massiven Verlust an Knochensubstanz bedeuten kann. In Reihenuntersuchungen hatten sich 35 Prozent der Großzehengrundgelenks-Endoprothesen schon nach zwei Jahren gelockert.

Dauherhafterere Alternative: die Hemiprothese

Eine Alternative zu einer Vollprothese ist die Hemiprothese, bei welcher der Chirurg nur eine der beiden Gelenkflächen mit einem künstlichen Implantat versorgt. An der gegenüberliegenden Gelenkfläche mit der Gelenkpfanne setzt er hingegen kein Implantat. Auch durch eine Hemiprothese kann die Bewegungsfreiheit im Gelenk komplett erhalten oder wiederhergestellt werden. Die Langzeitergebnisse sind hierbei deutlich besser, als bei einer Vollprothese. Ein zusätzlicher Ein zusätzlicher Vorteil ist die oft überraschend schnelle Rehabilitation. Bei Beschwerden, die auf Fehlstellungen des Fußes oder der Großzehe zurückgehen wie zum Beispiel einen Hallux valgus, ist es allerdings notwendig diese zu korrigieren, bevor man eine Hemiprothese eingesetzt.

Bei einer weit fortgeschrittenen Arthrose im Großzehengrundgelenk ist die Versorgung durch eine Hemiprothese eventuell nicht mehr möglich. Eine Schädigung der Gelenkfläche über dem Mittelfußknochen ist zwar keine absolute Kontraindikation für den Einsatz einer Hemiprothese, kann aber ein Grund dafür sein, dass der Orthopäde zu einer Versteifung, einer sogeannten Arthrodese rät. 

Versteifung, wenn eine Teilprothese nicht mehr ratsam ist

Bei einer solchen Versteifung entfernt der Operateur den zerstörten Knorpel aus dem Gelenk und verschraubt beide Gelenkflächen miteinander. Die Abrollbewegung wird dann weitgehend vom Großzehenendgelenk übernommen. Durch die Arthrodese wird das Großzehengelenk mit großer Sicherheit schmerzfrei. Allerdings verliert die Großzehe dadurch ihre Beweglichkeit nach oben oder unten. Das schränkt nicht nur die Schuhauswahl deutlich ein. Auch das Verhalten des Fußes bei einigen Sportarten verändert sich. Hinzu kommt, dass die Versteifung operationstechnisch anspruchsvoll ist und bei inkorrekter Einstellung massive Schuhdruckprobleme verursachen kann. Die Versteifung des Großzehengrundgelenks galt bislang als irreversibel. Am Gelenkzentrum Berlin wurde jedoch ein Verfahren entwickelt, mit dem sich bereits versteifte Gelenke wieder beweglich machen lassen (Dearthrodese).

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Hallux rigidus: So lange wie möglich konservativ behandeln

Hallux rigidus mit Schmerzmittelnbehandeln

Leider ist der Hallux rigidus, also die Arthrose des Großzehengrundgelenks wie jede andere Form der Arthrose auch, nicht heilbar. Die gute Nachricht ist jedoch: Das Fortschreiten der Erkrankung lässt sich verzögern. Je nach Krankheitsstadium stehen dafür verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bevor man ihn operieren lässt, sollte man auf jeden Fall versuchen, ihn möglichst lange konservativ, also nicht operativ, zu behandeln, um sich die schmerzfreie Mobilität im Alltag möglichst lange bewahren zu können.

Die Entzündung hemmen

Bei starken Schmerzen versucht man die Entzündung und die Schmerzen zu lindern. Dabei kommen am häufigsten so genannte nichtsteroidale Schmerzmedikamente, wie zum Beispiel Ibuprofen, zum Einsatz.

Darüber hinaus kann die sogenannte Infiltrationstherapie bei Hallux rigidus gegen die Schmerzen helfen. Hier werden ein lokales Betäubungsmittel und ein Kortisonpräparat in die schmerzhafte Region am Fuß gespritzt. Das Betäubungsmittel lindert die Schmerzen, während das Kortison gleichzeitig die Entzündung bekämpft. Weil es bei dieser Behandlung leicht zu Infektionen kommen kann, ist es wichtig, sie von einem erfahrenen Arzt durchführen zu lassen. Bis zu einer Arthrose Grad II lassen sich mit solchen Injektionen häufig mehrmonatige schmerzfreie Zeiten erreichen. Bei Grad III ist die Wirkung von Kortison gegenüber Grad II allerdings schon um die Hälfte verringert.

Die Schmerzbehandlung ermöglicht es manchen Patienten erst, die  krankengymnastischen Übungen, die bei Hallux rigidus notwendig sind, durchzuführen.

Zusätzlich kann man das schmerzende Zehengrundgelenk mit Hilfe einer Schiene oder mit einem Gips ruhigstellen und auf diese Weise entlasten.

Orthopädische Hilfsmittel

Sobald die akute Entzündung abgeklungen ist, werden orthopädische Hilfsmittel wie zum Beispiel Hallux rigidus-Einlagen empfohlen . Sie sind unter der Großzehe verstärkt, um das Zehengrundgelenk ui entlasten und Stöße zu dämpfen. Zum Einsatz kommen auch verschiedene physikalische Behandlungsmethoden wie Balneo-, Elektro- und Hydrotherapie.

Diese physikalischen Therapien kommen zum Einsatz
Mit der physikalischen Therapie versucht man den Körper durch physikalische Maßnahmen, wie Wärme oder Strom, gezielt zu reizen. Das soll die Selbstheilung des Körpers anregen und den Krankheitsprozess positiv beeinflussen.

Elektrotherapie arbeitete mit Gleichstrom oder Wechselstrom in unterschiedlichen Frequenzen. Er soll die Gefäßweite beeinflussen. Ziel ist es, die Durchblutung an der behandelten Stelle zu verbessern und die Muskeln zu entspannen. Insgesamt sollen dadurch die Schmerzen nachlassen.

Balneotherapie in ihrer ursprünglichsten Form ist das Baden im Heil- oder Salzwasser. Die im Wasser gelösten Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Jod, Schwefel, Magnesium, Eisen Kohlendioxid, Kohlensäure oder radioaktive Stoffe, werden über die Haut aufgenommen. Sie sollen den Abnutzungserscheinungen und entzündlichen Gelenkbeschwerden entgegenwirken.

Hydrotherapie bezeichnet die Anwendung von Wasser. Darunter fallen Fußbäder, Waschungen oder Wickel. Sie sollen die Heilung fördern.

Bei einem Hallux rigidus ist außerdem ein geeignetes Schuhwerk sehr wichtig. Die Schuhe sollten der individuellen Fußform entsprechen. Andernfalls kann sich das Gangbild verändern, was einen Hallux rigidus zusätzlich begünstigt.

Hyaluronsäureinjektion bei Hallux rigidus

Bei einigen Betroffenen lindert Hyaluronsäure, die in das Gelenk gespritzt wird, sowohl die Belastungs- als auch die Ruheschmerzen. Dabei handelt es sich um einen körpereigenen Wirkstoff, der zur Knorpelernährung des Großzehengrundgelenks beiträgt. Hyaluronsäure wird häufig auch bei Kniearthrose eingesetzt. Der Erfolg einer solchen Behandlung ist umso größer, je mehr Knorpel noch vorhanden ist. Mit zunehmendem Knorpelverschleiß nimmt der positive Effekt der Hyoluronsäureinjektionen leider ab.

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  • Hallux rigidusn – Injektionen gegen starke Schmerzen: Willfried Wende auf Pixabay

Kinesio-Tapes für den Hallux valgus

Wer sie selbst noch nicht ausprobiert hat, kennt sie zumindest aus dem Fernsehen. Denn die pinkfarbenen, schwarzen, blauen oder neongrünen Klebebänder zieren schon seit einigen Jahren die Oberschenkel, Waden, Knie, und Schultern vieler Profisportler. Die elastischen Kinesio-Tapes sollen Schmerzen, Verspannungen und Schwellungen vertreiben, die Gelenke unterstützen und sogar kraftsteigernd wirken. Seit die Bänder auch in Supermärkten und bei Discountern erhältlich sind, boomt das Taping. Laut einer Befragung aus dem Jahr 2014 arbeiten 71% der Physiotherapiepraxen mit den bunten Klebebändern. Von Ihnen werden Sie inzwischen sogar beim Hallux valgus eingesetzt.

Einen Versuch wert

Wer ein wenig recherchiert, findet rasch heraus, dass die wenigen qualitativ hochwertigen, unabhängigen und vergleichenden Untersuchungen, die mit den elastischen Stoffstreifen durchgeführt wurden, keine eindeutige Wirksamkeit des Kinesio-Tape als Einzelmaßnahme nachweisen konnten.Andererseits ruhen auch viele andere Behandlungsmethoden, die in der Physiotherapie oder Orthopädie angewendet werden, nicht auf statistisch gut abgesicherten Fundamenten. Und da die Behandlung bezahlbar und– sofern man nicht allergisch auf den Klebstoff reagiert – mit keinerlei Risiken verbunden ist, kann man das Tapen getrost als unterstützende Maßnahme, zusätzlich zur Krankengymnastik ausprobieren.

Den Schmerz einfach wegtapen

Aber was bewirken denn nun die bunten Klebestreifen? Durch das Anbringen der Stoffstreifen soll das schmerzstillende System aktiviert werden, dessen Schmerzsensoren sich zu 85% auf der oberen Hautschicht befinden. Durch die schmerzfreiheit können Bewegungsabläufe wieder ‘richtig’ ausgeübt werden und die ursprünglichen Muskelfunktionen treten wieder in Kraft. Der von den Bändern ausgeübte Zug hebt die Haut an und fördert so, wie eine leichte Dauermassage, die Durchblutung. Dann, so heißt es, könnten Entzündungsstoffe und Lymphflüssigkeit abfließen, und das Gewebe schwelle ab. Sinnvoll ist es, das Tapen ergänzend zu gezielter Fußgymnastik anzuwenden.

Und so geht`s:
Am besten ist es natürlich, sich die richtige Anwendung der Tapes von einem Physiotherapeuten zeigen zu lassen. Hier aber trotzdem eine kurze Video-Anleitung. Dazu braucht man natürlich keine Klebebänder von speziell von TRUETAPE®. Das funktioniert mit jedem anderen Tape, das man sich entsprechend zurechtschneidet, genauso gut:

Das sollten Sie beachten: Damit das Klebeband besser und länger haftet, sollte die Haut sauber, fettfrei und trocken sein. Schließlich soll es ein bis fünf Tage halten. Sie können damit auch duschen oder baden, sollten es aber anschließend gut trockentupfen.

Weitere Infos zum Kinesio-Tape

Erfunden wurde das Kinesio-Tape 1973 von dem japanischen Arzt und Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase. Seine Klebestreifen waren jedoch nicht bunt, sondern hautfarbenen 1998 begann PhysioTape die Behandlungsmethode in Europa einzuführen, Unabhängig von der Farbe sind sie aus reiner Baumwolle und werden mittels eines Polyacrylklebers, der durch die Körperwärme aktiviert wird, auf der Haut fixiert. Im Gegensatz zu medizinischen Tapeverbänden, die zur Gelenkstabilisierung verwendet werden, lässt sich das elastische Material der Kinesiotapes um bis zu 140 Prozent dehnen. Es ist wasserfest, lässt aber Schweiß, Wasser und Luft passieren.

Für die Einbettung des Videos habe ich vom Anbieter keinerlei Gegenleistung erhalten. Es fand auch kein Linktausch statt. Es soll den Lesern lediglich als Anleitung dienen.

Hallux rigidus: die Steifzehe

Der Hallux rigidus ist nach dem Hallux valgus die zweithäufigste Funktionsstörung der Großzehe. Bei den beiden Erkrankungen des Großzehengrundgelenks weist der Begriff „Hallux“ darauf hin, dass es ein medizinisches Problem mit dem großen Zeh gibt. Während „valgus“ „schief“ in einer bestimmten Ausrichtung bedeutet, ist „rigidus“ mit „steif“ zu übersetzen. Bei einigen Menschen liegen allerdings beide Krankheitsbilder zugleich vor.

Zunehmende Versteifung

Auch die Altersgruppe, die am häufigsten über Hallux valgus beziehungsweise Hallux rigidus klagt, ist jeweils eine andere. Der Hallux rigidus tritt, anders als der Hallux valgus, meist einseitig auf. Bei ihm ist das Großzehengrundgelenk von einem fortgeschrittenen Gelenkverschleiß, einer sogenannten Arthrose betroffen. Häufig beginnen die Beschwerden bereits im Jugendalter. Anders als beim Hallux valgus leiden unter dem Hallux rigidus mehr Männer, als Frauen. Die Ursachen des Hallux rigidus bleibt häufig im Dunkeln. Man nimmt an, dass an der Entstehung eine Kombination aus genetischen (also erblich bedingten) Faktoren und Fehlverhalten des Betroffenen beteiligt ist. Zudem kann ein Hallux valgus die Belastung auch des Großzehengrundgelenks verstärken und dadurch die Arthrose fördern. Auch kleinste Verletzungen (sogenannte Mikroverletzungen), die zur Schädigung des Knorpels und somit zu einer Arthrose führen, können Ursache eines Hallux rigidus sein. In vielen Fällen tritt ein Hallux rigidus auch als Begleiterkrankung einer Gicht auf.

Schmerzen beim Abrollen

Durch den Verschleiß verliert der Knorpel im Großzehengrundgelenk seine Pufferfunktion und der Knochen reibt bei jeder Bewegung am Gelenk bis dieses sich schließlich entzündet. Zum Schutz bilden sich Knochenauswüchse (Osteophyten), die das Gelenk blockieren. Zusätzlich können Wassereinlagerungen entstehene. Mediziner bezeichnen sie als Ödeme. Die Großzehe weist eine Schwellung auf, ist gerötet und lässt sich nur noch eingeschränkt und unter Schmerzen nach oben bewegen und selbst das Auftreten mit dem Fußballen ist schmerzhaft und die Abrollbewegung beim Gehen erschwert.

Verändertes Gangbild

Dadurch verändert sich das Gangbild. Normalerweise trägt das Großzehengrundgelenk während der „Push off“-Phase – also dem Abdruck vom Boden beim Gehen – mehr als 50 % des Körpergewichts. Beim Laufen und Springen kann sich die Belastung durch die entstehende Beschleunigung auf das Zwei-bis Dreifache des Körpergewichts steigern. Durch die Schmerzen beim Abrollen verlagern die Betroffenen ihr Gewicht stärker auf die Fußaußenkante. Dadurch bilden sich am äußeren Fußrand leicht schmerzhafte Schwielen. Lässt sich die Großzehe sich anfangs noch unter Schmerzen bewegen, ist sie im späten Stadium der Erkrankung meist so steif, dass keine Bewegen mehr möglich ist. Vor allem im oberen Teil des Gelenks können sich zusätzlich  Knochensporne, sogenannte Osteopathyten bilden. Diese gutartigen Knochenwucherungen schränken die Gelenkbeweglichkeit noch weiter ein.

Typische Symptome beim Hallux rigidus auf einen Blick:

  • geschwollenes, gerötetes Großzehengrundgelenk
  • stechender Schmerz beim Gehen
  • zunehmende Versteifung des Großzehengelenks (vor allem bei der Bewegung nach oben)
  • zunehmende Schmerzen bei Bewegung in allen Richtungen, später auch Schmerzen in Ruhe
  • schmerzhafte Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Bildung von Osteophyten
  • Schmerzen im Mittelfußbereich
  • Veränderung des Gangbildes
  • eventuelle Folgebeschwerden an Knie- und Hüftgelenken durch fehlerhafte Belastung des Fußes.

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OP-Methoden für die leichten bis moderaten Fälle

Ist die Großzehe bereits so stark gekrümmt, dass der behandelnde Arzt beziehungsweise Orthopäde eine Operation empfehlen muss, dann sollten Sie nicht zu lange mit dem operativem Eingriff warten, denn je weiter die Versteifung die Deformation fortgeschritten ist und je stärker auch die Nachbarzehen betroffen sind, desto komplizierter ist es, zu operativ zu korrigieren. 

Akin-Osteotomie

Ist der Zehenknochen vor dem Großzehengrundgelenk fehlgestellt, kann eine sogenante Akin-Osteotomie durchgeführt werden.

Bei dieser Operationsmethode erfolgt eine Umstellung des Großzehenknochens oberhalb des Großzehengrundgelenks. Häufig liegt zudem noch eine weitere Ursache des Hallux valgus vor, welche die Akin-Osteotomie nicht behebt: die Fehlstellung des Mittelfußknochens. Dann wird dies Methode meist in Verbindung mit anderen Hallux valgus-Eingriffen eingesetzt.

Bei der Akin-Osteotomie ändert der Chirurg die Richtung des Großzehs indem er einen Keil aus dem Zehenknochen entnimmt. Dieser wächst dadurch in der neuen Richtung wieder zusammen..

Durch die Stellungskorrektur nach der Akin-Osteotomie lässt sich zudem eine Normalisierung der Sehnenzüge an der Großzehe erreichen.

Chevron-Osteotomie

Die Chevron-Osteotomie ist ein gut etabliertes Verfahren und kommt bei der Korrektur eines milden bis moderaten Hallux valgus in Frage. Es wurde 1988 von Austin und Leventen beschrieben und wird deshalb manchmal auch als Austin Osteotomie bezeichnet.

Abweichungen bis zu 15° können korrigiert werden

Das Ausmaß der Abweichung des 1. Mittelfußknochens wird durch den Winkel zwischen der Längsachse durch den 1. Mittelfußknochen und der Längsachse durch den 2. Mittelfußknochen bestimmt. Der Normalwert liegt bei 9°. Abweichungen bis zu 15° können durch eine Chevron-Osteotomie korrigiert werden.

Die Chevron-Osteotomie ermöglicht eine leichte Winkelverkleinerung zwischen dem ersten und zweiten Zeh indem sie den großen Zeh wieder gerade ausrichtet. Dabei führt der Operateur einen etwa fünf Zentimeter langer Hautschnitt an der Fußinnenseite, direkt über dem Großzehengrundgelenk, also über dem Ballen durch. Bei der Chevron-Osteotomie durchsägt der Chirurg den Knochen V-förmig und verschiebt das Mittelfußköpfchen wieder in die korrekte Position. Den knöchernen Überstand an der Innenseite des Fußes trägt er ab. Nachdem er den Zeh in die richtige Stellung gebracht hat, fixiert der Chirurg ihn mit einer Schraube, die er im Knochen versenkt. Am Ende der Operation spritzt er dem Patienten ein lang wirkendes Betäubungsmittel zur Schmerzbehandlung (sogenannter Fußblock). Die Operation wird in der Regel unter Vollnarkose im Rahmen eines zweitägigen stationären Aufenthaltes durchgeführt.

  
Begleitend ist meist auch eine Lösung der verkürzten Haltebänder und Kapselanteile auf der äußeren Gelenkseite erforderlich, bei Verkürzung des Musculus adductor hallucis – eines Muskels, der zusammen mit anderen Muskeln den Großtzenenballen formt – kann dieser mit gelöst werden.

Nach der Operation: erst ruhig stellen, dann üben

Nach der Operation ist es notwendig, einige Wochen lang einen elastischen Verband sowie einen Vorfußentlastungsschuh zu tragen. Legen Sie den operierten Fuß in der ersten Woche nach der Operation zunächst konsequent hoch, möglichst etwas höher als das Herz um Schwellungen vorzubeugen. Von ihrem Arzt werden Sie wahrscheinlich die Anweisung bekommen, den Fuß nach der Operation erstmal nur mit 30 Kilogramm zu belasten. Besprechen sie mit ihm unbedingt wie lange Sie den Fuß ruhigstellen müssen. Um das bestmögliche Operationsergebnis zu erreichen, ist nach einer Operation ein gezieltes Übungsprogramm notwendig.

In diesen Fällen wird es schwierig:

EDer Fuß ist das am weitesten vom Herzen entfernte Bewegungsorgan und daher schon schlechter durchblutet, als andere Körperteile. Wird die Durchblutung noch weiter vermindern, wirkt sich das auf den Heilungsprozess nach der Operation aus. Folgende Erkrankungen verhindern oder erschweren eine erfolgreiche Hallux valgus-Operation:

  • pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
  • diabetischer Fuß und beginnende Polyneuropathie (eine häufig durch Diabetes bedingte Nervenerkrankung)

In diesen Fällen muss der Arzt vor der Entscheidung für eine Hallux valgus-OP den Durchblutungsstatus des Fußes eingehend untersuchen.

Die sog. mini-invasive Behandlung (Siehe Abb.: 7 und Abb.: 8) des Hallux valgus und der benachbarten Hammerzehen setzt eine sehr sorgfältige Untersuchung und Indikationsstellung voraus. Entscheidend für den Erfolg dieser Methode ist also die sorgfältige Patientenauswahl. Die Einheilung der Knochenumstellung erfolgt bei der mini-invasiven Methode der Hallux valgus Operation mit Hilfe von Hohlschrauben: Die Knochenumstellung wird durch spezielle Verbände während der ersten Woche nach Operation bis zur natürlichen Ausheilung fixiert. Die Schrauben können meistens belassen werden.

Minimalinvasive Operation

Bei dieser Operationstechnik sind keine großflächigen Ablösung von Haut und Knochenhaut notwendig. Stattdessen werden lediglich zwei kleine Hautschnitte durchgeführt.

Anschließend korrigiert der Operateur die schrägstehenden Zehenknochen indem er sie mit kleinsten – nur zwei Millimeter großen – Fräsen durchtrennt und im richtigen Winkel wieder angesetzt. Die Weichteile, also Muskeln und Sehnen, werden dabei kaum verletzt. Das Einheilen in der neuen Position wird über spezielle Verbände, sogenannte Redressionsverbände sichergestellt. Weil bei dieser Operationsmethode keine Schrauben gesetzt werden und keine Weichteilablösung stattfindet, erfolgt die Heilung meist schnell und ohne Komplikationen. Am Tag nach der Operation ist der Patient wieder mobil und kann mit mit einem Verbandsschuh mit starrer Sohle oder einem Vorfußentlastungsschuh gehen.

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  • Chevron-Osteotomie: pixabay / sasint

Interview mit Thomas Rogall

Wie entsteht der Ballenzeh ihrer Ansicht nach? 

Durch die Instabilität der Körpermitte in der mittleren Standbeinphase – ein Extrembeispiels dafür ist Marilyn Monroe – wird der Fuß durch die daraus folgende Innenkippung der Ferse zu stark über die Innenseite belastet. Die Verformung steigert sich dann in der Abdruckphase. Der Mensch – besonders die Frau – erläuft sich einen Hallux valgus, es gibt keinen genetischen Befehl. Ohne diese Innenkippung der Ferse kein Hallux valgus – auch bei einem hohen Anteil des elastischem Bindegewebes.

Wie behandeln Sie einen Hallux valgus? 

Um einen Hallux valgus erfolgreich konservativ zu behandeln ist es an erster Stelle notwendig die Belastung des Fußes beim Gehen zu verändern. Wir arbeiten mit dem Patienten also als erstes am Gangbild. Dadurch können wir die Belastung des Fußes verändern und Schmerzfreiheit erreichen. An zweiter Stelle steht die Feinmotorik des Fußes. Wir besitzen hochintelligente kleine Muskeln am Fuß (ähnlich der Hand). Die Kraft des Fußes entsteht durch seine Konstruktion, durch die Ausrichtung der Knochen zueinander. Ist die Ausrichtung entgleist ist die Arbeit an der Ausrichtung wichtig. Zeitungen mit den Füßen zu zerreißen führt dabei nirgendwo hin. Als dritter Schritt gilt es die Feinmotorik des Fußes in den Gang zu integrieren.  Wenn der Hallux valgus fortschreitet, droht ja irgendwann eine Arthrose. Wie lange kann man mit nicht operatven Maßnahmen noch etwas bewirken und wann ist dann doch eine Op notwendig?

Wenn der Hallux valgus fortschreitet, droht irgendwann eine Arthrose oder?

Diese Frage unterstellt eine Zwangsläufigkeit der schmerzhaft aktivierten Arthrose bei Hallux valgus.  Zu dieser oft gemachten Behauptung gibt es keine Studie. Meine Erfahrung zeigt gerade bei einem starken Hallux valgus mit hohen Anteilen elastischen Bindegewebes kommt es nicht zu einer schmerzhaften aktivierten Arthrose. Druckschmerzen der Haut und Spreizfußbeschwerden stehen im Vordergrund. Bei einer schmerzhaften aktivierten Arthrose (Hallux rigidus) ist der valgische Anteil meist sehr gering. Die Bildung zusätzlichen Knochens auf der Oberseite des Großzehengrundgelenks stellt das Problem dar, nicht die innen (medial) und außen (lateral) , wie bei einem Hallux valgus. 

Wie wichtig ist sind physiotherapeutische Maßnahmen nach einer Operation?

Die Nachbehandlung postoperativ wird in dem meisten Fällen vernachlässigt, obwohl sie von entscheidender Bedeutung für das Wohlbefinden des Patienten ist. Oft sieht der Operateur seinen Patienten nicht mehr. Es wird, obwohl ein Mensch behandelt wird, von einem kausalen Behandlungsansatz ausgegangen, das heißt ist die Winkelgeradestellung des Hallux in der Operation gelungen, war die Operation erfolgreich. Welches Befinden der Mensch nach einem halben Jahr postoperativ äußert, ist nicht von Bedeutung. 

www.fussschule.com

Kann man mit einem Hallux valgus Sport treiben?

Die klare Antwort lautet: Ja. Sport hält fit, hebt die Laune und hält Körper und Geist gesund. Und natürlich profitieren auch die Füße von regelmäßiger Bewegung, ganz besonders dann, wenn es raus geht an die frische Luft, und die Füße über verschiedene Untergründe wie Waldboden, Asphalt oder Sand laufen. Denn ein abwechslungsreicher Untergrund fordert die Fußmuskulatur.

Achten Sie auf geeignete Schuhe

Achten Sie dabei aber auch auf die richtige Bewegung und passgenaue Schuhe. Schmerzen sollten nämlich auch bei einem Ballenzeh nicht zum Sportprogramm gehören. Mit dem richtigen Schuhwerk und etwas Wissen zum richtigen Laufen lassen diese sich allerdings leicht vermeiden.

Ein guter Sportschuh muss Platz, aber zugleich auch Halt geben. Denn gerade bei einem Hallux valgus ist es wichtig, dass die Zehen vorne genug Raum haben, um sich auch bei starker Belastung, wie zum Beispiel beim Joggen oder Tennisspielen, strecken und spreizen zu können. Gleichzeitig braucht der Fuß aber auch Halt, um nicht umzuknicken und eine gesunde Muskulatur auszubilden.

Kann Joggen die Fehlstellung verschlimmern?

Auch mit einem Hallux valgus kann man joggen. Allerdings ist die Beweglichkeit des großen Zehs durch die Schieflage beeinträchtigt, und das kann gerade beim Abrollen des Fußes zu Schmerzen führen. Eine Laufanalyse kann jedoch helfen, solchen Problemen vorzubeugen. denn mit ihr lässt sich herausfinden, wo der Schuh möglicherweise drückt und ob zum Beispiel Einlagen sinnvoll wären.

Außerdem lässt sich damit auch herausfinden, ob Sie dazu neigen beim Laufen den Oberschenkel und das Knie nach innen zu drehen, also mit typischer X-Bein-Stellung zu laufen. Da ein solcher Laufstil den Mittelfuß belastet, kann er einen Spreizfuß fördern, aus dem sich ein Hallux valgus entwickeln kann. Zum Glück lässt sich ein solcher Laufstil mit etwas Training ändern.

So werden Fußdruck und Bewegungsablauf gemessen

Mit Hilfe einer Fußdruckmessplatte können Sportwissenschaftler, Physiotherapeuten oder Mediziner einen genauen Blick auf unsere Füße und unseren Gang werfen.

Diese Platte ist mit Sensoren ausgestattete. Laufen wir barfuß darüber, zeichnet der Computer die Druckbelastung auf, also die maximale Kraft, mit der wir auftreten, die Kontaktfläche sowie die Kontaktzeit des Fußes, der Spitzendruck und die Ganglinie. Sie werden nicht nur aufgezeichnet, sondern auch analysiert

Auf diese Weise können die Füße und der Bewegungsablauf vermessen und Fußprobleme erkannt werden. Fußfehlstellungen und Fehlbelastungen der Körperachsen, lassen sich auf diese Weise feststellen. Die Fußdruckmessung, auch Pedographie genannt, kann in verschiedenen Sanitätshäusern und sportmedizinischen Einrichtungen ab etwa 30 Euro durchgeführt werden.

Welches ist die richtige Sportart?

Grundsätzlich eignet sich jede Sportart, bei welcher der Fuß nicht ungünstig belastet wird oder Schmerzen am Großzeh auftreten. Zurückhaltung ist allerdings in der ersten Zeit nach einer Operation geboten, bei welcher der Zeh begradigt wurde. Nach einem solchen Eingriff sollten Sie erst wieder mit dem Sport beginnen, wenn der Fuß das Laufen in seiner neuen Form sicher gelernt hat. Dabei ist etwas Geduld gefragt.

Eine Sportart, mit der Sie bei bei Hallux valgus zur Vorsorge oder Verbesserung von Beschwerden beitragen können, ist Fußgymnastik.

Herbst – Leidenszeit für alle, die einen Ballenzeh haben

Während der warmen Sommermonate hatten es unsere Füße gut. Sie durften durch den warmen Sand und durch weiches Gras laufen und hatten viel frische Luft. Nun, wo es dem Herbst entgegen geht und die Temperaturen sinken, werden sie wieder in festes und enges Schuhwerk gezwängt. Bei vielen Menschen mit Hallux valgus scheuert das Großzehengelenk nun wieder bei jedem Schritt am Schuh, die Haut rötet und entzündet sich. Kein Wunder also, dass vor allem im Spätsommer und Herbst viele Patienten mit Hallux valgus ärztlichen Rat suchen. Nun ist es besonders wichtig, flache, flexible und weiche Schuhe zu tragen, die für eine ausreichende Luftzirkulation sorgen.

Der Vorfuß braucht Platz

Bei Frauen lässt es sich – insbesondere im Job – mitunter nicht vermeiden, auf einer Party oder einem Empfang doch mal hochhackige Schuhe zu tragen. Dann ist es aber wichtig, die Füße anschließend zum Ausgleich zu bewegen und zu dehnen. Vielleicht müssen es nicht gleich High Heels mit Stilettoabsätzen sein. Denn bei ihnen liegt die Belastung beim Gehen auf einem sehr kleinen Bereich im Vorfuß. Gleichzeitig rutschen die Zehen in die Schuhspitze. In diesem Dreieck werden diese extrem zusammengequetscht. Auf lange Sicht fördert beziehungsweise verschlimmert das Zehenfehlstellungen. Wenn es denn sein muss, wählen Sie am besten einen Schuh, mit einem etwas breiteren Absatz, der im Vorfußbereich den Zehen noch genügend Raum lässt.

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Wie entsteht ein Hallux valgus?

Ein Hallux valgus entsteht nicht von heute auf morgen. Er entwickelt sich über einen langen Zeitraum. Meist kommen dabei mehrere Auslöser zusammen. Häufig besteht bei den Betroffenen eine vererbte Bindegewebsschwäche. So haben bis zu 60 Prozent von ihnen  Familienangehörige mit einem Ballenzeh. Aber auch alle Faktoren, die das Bindegewebe schwächen wie zum Beispiel eine Schwangerschaft,  Übergewicht, bestimmte Medikamente oder Krankheiten können die Entwicklung eines Hallux valgus fördern. Die gilt auch für sportliche Überlastung, etwa bei Laufsportarten.

Zu enge, zu spitze und zu hohe Schuhe

Einen wesentlichen Risikofaktor stellt auch die weibliche Vorliebe für zu enges, zu spitzes und zu hohes Schuhwerk dar. So pressen Frauen ihre Füße nicht selten über Jahre in eine unnatürliche Position  – hauptsache, es sieht gut aus. Die Füße mögen das allerdings gar nicht. Denn solche Schuhe engen die Zehen ein, während sie gleichzeitig die zehnahen Fußknochen auseinanderdrücken. Durch den Absatz verlagert sich das Körpergewicht auf den Vorfuß, so dass die normale Fußquerwölbung im Vorfußbereich einbricht und ein Spreizfuß entsteht. Ein solcher Spreizfuß geht dem Hallux valgus fast immer voraus. Erkennen lässt er sich daran, dass der vordere Teil des Fußes verbreitert ist. In Ländern, in denen Frauen barfuß laufen oder fußgerechte Sandalen tragen, kommt der Hallux valgus hingegen so gut wie gar nicht vor.

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Barfuß durch den Sommer – doch nicht zu forsch

Jetzt wo die warme Jahreszeit beginnt, heißt es wieder Socken aus und rein ins kühle Meer, in den Badesee, die feuchte Wiese oder den feinen Sand am Strand – auch mit Hallux valgus. Und das ist grundsätzlich auch gesund. Wer seinen Füßen etwas Gutes tun möchte, der läuft ab und zu barfuß. Doch übertreiben Sie es nicht gleich, damit ihre Füße sich nach einem langen Winter in Schuhe sich erst einmal daran gewöhnen können. Nehmen Sie sich also nicht gleich am ersten Urlaubstag einen 10 Kilomenter-Lauf am Strand entlang vor.

Denn das die meiste Zeit des Jahres stecken unsere Füße in Schuhen, welche sie bei jedem Schritt unterstützen.  Die Folge: In vielen  Bereichen verkümmert die Muskulatur. Auch Bänder und Sehnen verkürzen sich. Beim Barfußlaufen werden dann plötzlich wieder Muskeln beansprucht, die wir im Alltag nicht nutzen. Zusätzlich dehnen sich Bänder und Gelenkkapseln. Das tut dem Fuß zwar grundsätzlich gut. Das gilt aber nur, wenn wir unsere Füße erst einmal auf kurzen Strecken an die neue Belastung gewöhnen. Lassen Sie es deshalb im Garten, am Baggersee oder am Strand langsam angehen und überfordern sie Ihre Füße nicht.

Denn ein zehn Kilometerlauf den Strand entlang, gleich am ersten Urlaubstag. kann im schlimmsten Fall zu einem Ermüdungsbruch im Fuß führen. Gerade ältere Frauen müssen hier aufpassen, da ihre Knochendichte jenseits der Menopause abnimmt.

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